Historischer Roman

"Der schottische Prediger"

von Frank Phil Martin

... James, ein junger, angehender Advokat aus Schottland, kommt 1822 als Student nach London und findet bei seinem Onkel Edward Irving ein neues Zuhause.

Dabei erlebt James, wie sein Onkel, ein schottischer Geistlicher, durch seine charismatische Persönlichkeit und seine fesselnden Reden einen kometenhaften Aufstieg erfährt und bald Modeprediger in London wird. Binnen kurzem jedoch begeistert sich Irving für apokalyptische Endzeitgedanken und unterstützt eine junge Erweckungsbewegung, die spätere katholisch-apostolische Gemeinschaft. James beobachtet dies mit Skepsis und wird zunehmend kritischer.

Dabei gerät er immer öfter zwischen die Fronten und muss sich entscheiden. Als in der Folge sogenannte Geistesgaben wie Zungenreden und Krankenheilungen auftreten, ist die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Eine Entwicklung, die bis in unsere Zeit nachwirkt und auf dessen Ursprünge sich auch die heutige Neuapostolische Kirche beruft.

Der Roman ist auf wahre Begebenheiten bezogen und auf Personen, die tatsächlich gelebt haben. Durch umfassende Recherchen gelingt es dem Autor, dieses Zeitgeschehen lebendig werden zu lassen, er beschreibt die unglaublichen Ereignisse dieser Zeit bis zum Tode Irvings, aus Sicht des heranwachsenden James.

 

Vorwort
Wir schreiben das Jahr um 1830 in London und dem südenglischen Landsitz Albury Park. Seit der Französischen Revolution von 1789 hat es in fast allen Staaten Europas viele Umbrüche gegeben, welche manche Folgeerscheinungen hinterlassen haben. Der Protest gegen Lehren und Leben traditioneller Kirchen, vor allem der anglikanischen Staatskirche und ihrer Erstarrung in äußeren Formen, die fortschreitende Industrialisierung sowie ein ökonomischer Umbruch innerhalb der Bevölkerung nahmen immer mehr zu.

Es zeigte sich zunehmend, dass dieses damalige Ereignis, ein lange gesuchter Punkt welthistorischen Ausmaßes, auch die Gedanken an eine Apokalyptik beförderte. Zudem wuchs der Wunsch bei vielen, die ursprüngliche Form des Christentums und seine zeitgemäße Fortführung voranzutreiben. Als eine Reaktion auf diese gesellschaftliche und kirchliche Situation entstanden die Erweckungsbewegungen des frühen 19. Jahrhunderts.

Eine Aufforderung an die Führer der Staaten, eine Reformbewegung innerhalb der Kirche zu unterstützen. Gleichzeitig ein Affront gegenüber den etablierten und gesetzten Würdenträgern, ihren bisher unantastbaren Machtoptionen, Versorgungen und Autoritäten. Unter Federführung des angesehenen Londoner Adligen und Parlamentsabgeordneten Henry Drummond und dem bekannten Rechtsanwalt John Bate Cardyle gelingt es, hochrangige Personen des öffentlichen Lebens, darunter Geistliche, Aristokraten, Lehrer, Politiker, Schriftsteller und höhere Beamte für seine Reformbestrebungen zu gewinnen.

Die schillerndste Figur ist Edward Irving, der als schottischer Geistlicher dieser Bewegung Glanz verleiht und dabei seine angesehene Position aufs Spiel setzt. Als die Bewegung Fahrt aufnimmt und sich zunehmend etabliert geschieht etwas Unbegreifliches ...

Historischer Roman 

Der schottische Prediger

erschienen im Tredition-Verlag

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Rezensionen und Bewertungen

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4,0 von 5 Sternen

Kurzmeinung: Trip ins London des frühen 19. Jahrhunderts

guter Einblick in die Entstehung einer apostolischen Kirchengemeinde

 Das Buch beschreibt die Entstehung einer apostolischen Kirche im England des 19. Jahrhunderts anhand der Lebensgeschichte des Predigers Edward Irving. Erzählt wird es aus der Sicht seines fiktiven Neffen James. Zwar werden die religiösen Themen in das Alltagsleben der beiden Männer eingeflochten, dennoch ist es weniger ein Roman als eine literarische Darstellung der damaligen Zeit. Der Autor zitiert Predigen und religiöse Schriften, auch Zeitungsartikel werden wiedergegeben. Zusammen mit der Sprache des Buches, die auch von einem Autor des 19. Jahrhundert stammen könnte, fühlt man sich dadurch der damaligen Zeit sehr nah. Es wird nachvollziehbar, wie und warum sich diese Kirchengemeinden von der offiziellen Kirche abwenden und auch die Rolle einzelner einflussreicher Männer wird deutlich.

Da diese christlichen Strömungen noch immer bestehen und vor allem in den USA auch großen Einfluss haben, ist das eine durchaus erhellende Lektüre.

Wer einen normalen historischen Roman erwartet, ist hier eher falsch, auch wenn Liebe und Tod nicht zu kurz kommen. Wer sich jedoch für die vielen Probleme des Londons von 1822 interessiert, wird mit einem ganzen Bündel an spannenden Fakten bedient. Den Bobby, den man aus den ganzen englischen Filmen kennt, gab es hier noch nicht. Warum das so ist, wird genauso anschaulich erläutert, wie die Gerichtsverfahren der damaligen Zeit.

Durch die vielen Originalzitate und dem in unserer Zeit ungewohnten Sprachstil liest sich das Ganze nicht so flüssig wie ein Krimi, dafür wird man mit vielen, auch unerwarteten Informationen belohnt. Es ist also eher ein populär geschriebenes Geschichtsbuch als ein Mantel-und-Degen-Roman. Dennoch gibt es einige interessante Figuren, meine persönliche Favoritin ist James Mutter. Aber auch James selbst ist ein pfiffiger Kerl, der eher von den historischen Fakten als von seinem Charakter ausgebremst wird.

Ob die Fakten so stimmen, kann ich nicht beurteilen, es findet sich auch kein Hinweis auf ein entsprechendes Lektorat.

Für Geschichtsfans ist es dennoch sicher eine interessante Lektüre.

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5,0 von 5 Sternen Sehr authentischer historischer Roman

Rezension aus Deutschland vom 17. Oktober 2020

Sehr schöne alte Sprache, gut recherchiert, gut lesbares Schriftbild und wahnsinnig interessantes Thema!

https://www.amazon.de/schottische-Prediger-Frank-Phil-Martin/dp/3347146492

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